Über mich

Portraitbild von Stephanie Niederhuber

 

  

 

1972 geboren
verheiratet, 2 Kinder (2001 und 2003)

 

 

beruflicher Werdegang:

AHS-Abschluss mit Matura

div. "Studentenjobs", hauptsächlich im Handel

Assistentin des Vertriebsleiters in einem Wirtschaftsunternehmen 

Assistentin der Hausleitung in einem Pflegeheim 

 

2005 bis 2008 Ausbildung zur Dipl. Lebens- und Sozialberaterin bei der ARGE Bildungsmanagement, 1210 Wien mit Abschluss zur Akademischen Psychosozialen Beraterin

2009 bis 2010 Grund- und Aufbaukurs in Validation® nach Naomi Feil, Petra Fercher, 1220 Wien

2010 Upgrade in Ehe- und Familienberatung bei der ARGE Bildungsmanagement, 1210 Wien

2014 Ausbildung zur zert. Familienplanungsberaterin bei der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung ÖGF, 1180 Wien

2015 bis lfd Ausbildung zur systemischen Supervisorin bei ASYS, 1160 Wien, in Kooperation mit der VHS Alsergrund

 

 

Der Entschluss Lebens- und Sozialberaterin zu werden, war eine logische Entwicklung in meinem Leben, denn schon in meiner Kindheit wurde ich immer wieder um Rat gefragt und half dabei sehr gerne auf vielfältige Weise. Ich interessiere mich ehrlich für die Themen und Anliegen meiner Mitmenschen und begegne diesen dabei empathisch und wertschätzend. Ich bemühe mich, passend und individuell auf die Bedürfnisse meiner KlientInnen einzugehen.

 

Was mir am Herzen liegt 

Vor vielen Jahren war ich für eine schwangere Frau der rettende Engel.

Ich war auf dem Heimweg zu meinen damals noch kleinen Kindern, die an diesem Nachmittag von meinen Eltern gesittet wurden. Als ich zu der Kreuzung nahe unserer Straße kam, sah ich, wie sich ein Auto hinter einem anderen quietschend einbremste. Es blieb direkt auf dem Zebrastreifen stehen und in dem Auto bemerkte ich eine Frau, die geschockt und aufgeregt wirkte.
Sie öffnete die Tür und stammelte „mein Bauch, mein Bauch, ist etwas mit meinem Kind, ich bin schwanger…“. Sie erzählte dann weiter, sie habe sich wegen des vorderen Autos geschreckt und deshalb vollgebremst, sodass sie so richtig in den Gurt hinein gedrückt wurde. Und dann griff sie wieder nach ihrem Bauch und äußerte ihre Angst.
Für mich war sofort klar, dass ich bei dieser Frau blieb. Schwanger zu sein ist für uns Frauen eine so außergewöhnliche Zeit und die Sorge um das Leben, das in uns heranwächst, ganz natürlich und auch besonders.
Die Frau hatte Angst, es war ihre erste Schwangerschaft, sie war alleine unterwegs und ihr Mann nicht bei ihr. Während Passanten bereits die Rettung gerufen hatten, sprach ich beruhigend mit ihr. Ich hatte ja bereits zwei Kinder auf die Welt gebracht und wusste genau, wie es ihr ging. Ich erklärte ihr, ich würde so lange bleiben, bis ihr Mann, den sie in Zwischenzeit informiert hatte, bei ihr sei. Wir sprachen über ihre Schwangerschaft, ich erzählte ihr von mir und allen Erfahrungen, die ich auch von anderen wusste und alles Mögliche, das nur irgendwie hilfreich sein konnte.
Dann kamen die Rettung und auch ein Polizeiwagen und es ging sehr schnell. Die Polizisten sprachen kurz mit der Frau und übernahmen ihr Auto, damit die Rettung sie in das Spital zur Kontrolle mitnehmen konnte. Und weil ihr Mann noch auf dem Weg von der Arbeit war, entschied ich mich spontan, mit der Frau im Rettungswagen mitzufahren. Meine Kinder waren ja gut betreut und die Frau hatte in der Zwischenzeit Vertrauen zu mir gefasst. Sie konnte meine Entscheidung erst gar nicht glauben, war aber sehr froh über meine Begleitung.
Und so fuhren zwei einander fremde Frauen gemeinsam in ein Spital, der Mann wurde inzwischen telefonisch dorthin umgeleitet.
Die Untersuchung ergab gottseidank einen unauffälligen Befund, dem Kind war nichts passiert, die Frau hatte ein sehr leichtes Peitschenschlagsyndrom erlitten, aber im Großen und Ganzen war alles gut.
Bald war auch der Ehemann bei uns und wir gingen noch in die Cafeteria, um dort auf Freunde zu warten, die die beiden abholen kamen. Sie ließen es sich nicht nehmen, mich wieder nach Hause zu führen und so saß ich bald also unter mir unbekannten Menschen im Auto heimwärts.
Das Paar, und vor allem die Frau, war mir unendlich dankbar. Dass ein wildfremder Mensch so etwas für einen anderen macht, ist alles andere als selbstverständlich. Und ich hätte sie ja auch nur bis zum Eintreffen der Rettung betreuen können, das wäre auch schon viel gewesen. Aber ich entschied mich für mehr, weil ich erstens die Zeit dafür hatte, und weil ich diese schwangere, besorgte Frau vor mir sah, die ich einfach nicht alleine lassen wollte, weil ich so genau wusste, wie es ihr gerade ging.

 

Ich erzähle diese Geschichte nicht, weil ich mich so toll darstellen möchte. Ich erzähle sie, weil sie ausdrückt, wie ich denke und wie ich handle. Privat und beruflich. Mittlerweile bin ich Diplomierte Lebensberaterin, weil mir diese Sorge um andere Menschen in die Wiege gelegt wurde, weil ich gerne für andere da bin und weil ich schon immer um Rat und Hilfe gebeten wurde, praktisch mein ganzes Leben lang.

Und ich habe mich auch als Ehe-, Familien- und Lebensberaterin und Familienplanungsberaterin spezialisiert, weil mir Partnerschaften, Frauen, Schwangerschaft und Kinder besonders am Herzen liegen. Für mich waren meine beiden Schwangerschaften wunderbare Zeiten (mir ging es gottseidank immer gut) und meine beiden - mittlerweile - Teenager zu begleiten und aufwachsen zu sehen, ist das Großartigste in meinem Leben.