Second Victim

Wenn Helfer*innen selbst Hilfe benötigen

Arzt in blauem Arbeitsgewand, der sich erschöpft an ein Fenster lehnt

Wenn einem Menschen Schlimmes widerfährt, unvorhergesehene Zwischenfälle im Akutbehandlungsprozess eine Verschlechterung des Zustands der Patientin/ des Patienten zur Folge haben, wenn medizinisches Personal nicht helfen kann, sondern dem Opfer hilflos zusehen muss, oder wenn sich ein medizinischer Fehler tragisch auswirkt, dann wird diese Helfer*in selbst zum Opfer, zum zweiten Opfer. Denn auch sie/er muss mit den Konsequenzen aus dem Ereignis fertig werden und mit ihnen weiter leben.

 

Ich habe in den vielen Jahren, die ich nun schon Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleiten darf, immer wieder die Erfahrung gemacht, wie wichtig die Verarbeitung von belastendenden Ereignissen ist.

Supervision ist eine der Möglichkeiten zu be- und verarbeiten, die aber leider sehr oft meist aufgrund mangelnder Finanzierungsmöglichkeit medizinischem Personal nicht angeboten werden kann. Die Pandemie hat die Extrembelastung, der medizinisches Personal vielfach ausgesetzt ist, sichtbar gemacht - in Wahrheit aber fehlt schon lange entsprechendes Angebot für Arbeitnehmer*innen aus dem medizinischen Bereich.

 

Deshalb war für mich auch sofort klar, dass ich den neu gegründeten Verein www.secondvictim.at unterstützen möchte und gerne Menschen aus dem Gesundheitssystem, die spüren, dass sie aus einem belastenden krisenhaften Zustand alleine nicht mehr raus kommen, ehrenamtlich berate!

 

Ich habe eine Affinität zur Medizin und dem Gesundheits- und Pflegebereich und gleichzeitig stehe ich "außerhalb des Systems" (Nicola Werdenigg auf der Homepage von Second Victim), ich bin mit meinem Angebot der psychologischen Beratung und Supervision gerne für second victims da!